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Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein K.d.ö.R.

Der 1945 gegründete Landesverband der Jüdischen Gemeinde von Nordrhein K.d.ö.R. ist die Dachorganisation der 8 jüdischen Gemeinden in Nordrhein (Aachen, Bonn, Düsseldorf, Duisburg Mülheim Oberhausen, Essen, Krefeld, Mönchengladbach und Wuppertal).
Er ist mit 17.190 Gemeindemitgliedern (Stand per 30.06.2010) der grösste Landesverband in der Bundesrepublik Deutschland.

 

Gemeinde Mitglieder
Aachen 1365
Bonn 959
Düsseldorf 7133
Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen 2775
Essen 928
Krefeld 1043
Mönchengladbach 718
Wuppertal 2269

In NRW gibt es 3 gleichrangige Landesverbände der jüdischen Gemeinden; ausser uns noch den Landesverband Westfalen-Lippe in Dortmund und die Synagogen-Gemeinde Köln für deren jeweilige Region (aufgeteilt nach den 3 Bezirksregierungen). Insgesamt haben die jüdischen Gemeinden in NRW etwa 29.000 Mitglieder (per 31.12.2009).

Die Landesverbände sind in jüdischen Angelegenheiten die Ansprechpartner für Landesregierung und Landesinstitutionen in NRW.

Geleitet werden unsere Verbände von demokratisch gewählten Gremien, Menschen, die fast ausnahmslos ehrenamtlich arbeiten. Jeder Landesverband hat eine/n hauptamtliche/n Geschäftsführer/in. Die einzelnen jüdischen Gemeinden delegieren ihre gewählten Abgeordneten in die Delegiertenversammlung der Landesverbände.

Die Zahl der Delegierten je Gemeinde richtet sich nach der Mitgliederzahl und nach einem Verteilerschlüssel. Die Delegierten wählen aus ihrer Mitte für die Dauer einer 3- oder 4-jährigen Legislaturperiode den mehrköpfigen Vorstand des Landesverbandes und den Vorsitzenden ihrer Delegiertenversammlung.

Bis etwa 1989 war unser Landesverband, dem in religiöser Autorität der Landesrabbiner angehörte, mit der Einstellung und Entlassung der Religionslehrer/innen beauftragt, mit der Erstellung der Lehrpläne für den jüdischen Religionsunterricht an öffentlichen Gymnasien und mit der Beratung bei der Erstellung von einheitlichen Gebetbüchern in NRW und deren Beschaffung.

Da die bis dahin sehr kleinen Gemeinden, mit Ausnahme von Düsseldorf, das damals etwa 1.500 Mitglieder zählte, ausser dem Gottesdienst nur wenige andere Angebote für die Mitglieder machen konnte, genügte diese Konstellation.

Durch die nach 1989 einsetzende Zuwanderung deutschstämmiger Juden aus der ehemaligen Sowjetunion, die in ihrem Land der Verfolgung ausgesetzt waren, sind die jüdischen Gemeinden enorm gewachsen, sodass andere, erweiterte Strukturen entstanden und entstehen.

Gemeinde stellen heute eigene Rabbiner und religiöse Lehrkräfte ein, und dem Landesverband obliegt es inzwischen, Koordinierung in jeglicher Hinsicht, auch auf die kulturelle Ebene erweitert, zu bewirken. Öffentlichkeitsarbeit ist eine immer grössere Aufgabe.

weitere Informationen zum Landesverband erhalten sie:
Landesverbander der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein
Postfach 320631
0211-446809
Fax: 0211- 488401
Email: LVNR [at] jgd.de